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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Schlaganfall

Was ist ein Schlaganfall ("Apoplex, Insult, Hirninfarkt")?

Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. 

Diese kann verursacht sein durch:

  • eine Mangeldurchblutung (Ischämie), weil ein zum Gehirn führendes Blutgefäß durch eine Thrombose (Gerinnsel) oder eine Embolie (ein aus dem Herzen oder den hirnzuführenden Gefäßen verschlepptes Gerinnsel) plötzlich verstopft wird, oder 
  • eine Blutung durch den plötzlichen Riß eines Blutgefäßes
  • Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen.

Wie entsteht ein Schlaganfall ?

Eine umschriebene Mangeldurchblutung des Gehirns kann auf verschiedenen Wegen zustande kommen:

Durch eine Thrombose

 

Dabei verschließt sich eine Arterie durch einen Blutpfropf, einen Thrombus, der sich in einem größeren oder kleineren Blutgefäß des Gehirns gebildet hat. Solche Gefäßverschlüsse entstehen meist nicht in gesunden Hirngefäßen, sondern in solchen, deren Wand durch eine Arteriosklerose, das heißt durch Kalk- und Fettablagerungen, bereits geschädigt ist. 

Durch eine Embolie

Ausgangspunkt sind Blutgerinnsel, die sich im Herzen oder in den großen zum Gehirn führenden Gefäßen, z. B. der Halsschlagader, gebildet haben. Von einem solchen Blutgerinnsel können sich Teile lösen, die durch den Blutstrom in das Gehirn gelangen und dort ein wichtiges Blutgefäß verschließen. 

Durch eine Blutung

Durch das Platzen eines Blutgefäßes entstehen etwa 20 % der Schlaganfälle. Dabei ergießt sich Blut in das Hirngewebe. Einer Hirnblutung geht meist schon viele Jahre lang ein erhöhter Blutdruck voraus, der kleinere Hirngefäße geschädigt und brüchig gemacht hat.

Durch Gefäßmißbildungen kommen etwa 5 % der Schlaganfälle zustande. Am häufigsten ist die sogenannte "Subarachnoidalblutung", bei der eine angeborene Aussackung (Aneurysma) eines Gefäßes platzt, wodurch ein großer Teil des Blutes unter die Hirnhäute gerät. Sehr heftige Kopfschmerzen sind ein typisches Anzeichen für eine Subarachnoidalblutung. 

Vorzeichen eines Schlaganfalls

In einem Drittel der Fälle gehen dem Schlaganfall neurologische Symptome voraus, die sich noch völlig zurückbilden. Diese sind z. B. flüchtige Sehstörungen auf einem Auge, Pelzigkeit und Lähmungen einer Körperhälfte, vorübergehende Sprachstörungen. Diese Warnsymptome müssen unbedingt ernst genommen werden! Suchen Sie umgehend einen Arzt oder eine Klinik auf, auch wenn sich die Ausfälle rasch wieder zurückgebildet haben. Sie können so einen folgenden großen Schlaganfall vermeiden!

Vorgehen im Notfall

Bei Auftreten von Sehstörungen, Halbseitenlähmungen oder Sprachstörungen unbedingt den Notarzt verständigen (Tel. 112)! Jede Minute ist kostbar und rettet Hirngewebe, das ansonsten irreversibel geschädigt wird!

Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine Pflegebedürftigkeit!