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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Foto von der Kardiologie

Langzeit-EKG

Beim Ruhe-EKG werden die Herzaktionen nur über eine sehr kurze Zeit registriert. Auch beim Belastungs-EKG wird die Herztätigkeit nur für maximal 15-20 Minuten erfasst.

Anders beim Langzeit-EKG: Hierbei wird jeder Herzschlag in einem Zeitraum von ca. 24 Stunden unter den gewohnten Lebensbedingungen aufgezeichnet (das sind ca. 100 000 Schläge) . Während dieser Zeit trägt der Patient einen kleinen Festplattenspeicher bei sich. Er sollte dabei seinen üblichen Tätigkeiten nachgehen und diese protokollieren, ebenso die Medikamenteneinnahme und auftretende Beschwerden.

Die Auswertung der gespeicherten Daten erfolgt computerunterstützt und dauert ca. 5-10 Minuten.

Besonders gut lassen sich im Langzeit-EKG erkennen:

  • Herzfrequenzänderungen unter Belastung und in Ruhe (Schlaf)
  • Extraschläge aus den Vorhöfen oder den Herzkammern
  • Blockierungen des Herzrhythmus
  • Pausen
  • Vorhof-Rhythmusstörungen, z. B. Vorhofflimmern
  • insgesamt zu schneller oder zu langsamer Pulsschlag

Es ist zwar ein wenig lästig, das EKG-Aufzeichnungegerät auch über Nacht bei sich zu tragen, aber dadurch wird die Aussagefähigkeit über eine Herzrhythmusstörung erhöht. Allerdings treten Rhythmusstörungen nicht unbedingt täglich auf, weshalb ggf. das Langzeit-EKG wiederholt oder an mehreren Tagen hintereinander aufgezeichnet werden muss.