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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Foto von der Gefäßmedizin

Verkalkungen der Hirnschlagadern

Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) kann zur Verengung oder Erweiterung lebenswichtiger Gefäße führen und schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein hervorrufen. Das Auftreten der Arteriosklerose wird durch Risikofaktoren begünstigt. Hierzu zählen Rauchen, unausgewogene Ernährung, erhöhte Blutfette, Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck und Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). 

Normales Gefäß mit zarten Gefäßinnenwänden und ungestörtem Blutfluss.
Frühform der Arteriosklerose mit Ablagerung.
Fortgeschrittene Form mit Gefäßeinengung und Behinderung des Blutflusses.

Diagnose 

Bereits Frühformen der Arteriosklerose lassen sich im hochauflösenden Ultraschall der Halsschlagadern gut darstellen. Hierzu wird die Gefäßinnenwand vermessen und auf beginnende Ablagerungen untersucht. 

Mit den modernen Ultraschallgeräten können schon Wandverdickungen von 0,1 mm sicher nachgewiesen werden. Aus großen Studien weiß man, dass beim Vorhandensein solcher Ablagerungen an den Halsgefäßen auch arteriosklerotische Veränderungen in anderen Gefäßbereichen (z. B. Herzkranzgefäße, Beingefäße) gehäuft auftreten. 

Leider kann bei unauffälligem Befund  das Auftreten eines Schlaganfalles nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Es gibt verschiedene Formen von Schlaganfällen. Diese können durch einen Verschluss eines Gefäßes durch Kalkablagerungen oder Einschwemmen von Blutgerinnseln oder Kalkablagerungen aus anderen Körperregionen verursacht werden. Mit dem hochauflösenden Ultraschall der Halsschlagadern kann nur die erste Form vorhergesagt werden. 

Therapie

Beim Nachweis von hochgradigen Verengungen besteht ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. In diesem Fall kann eine operative Ausschälung oder Stent-Implantation in das Gefäß erwogen werden. Mittlerweile weiss man, dass bei Veränderungen ohne neurologische Ausfälle (sog. "asymptomatische Stenosen") eine konsequente medikamentöse Therapie unter Einbeziehung eines Cholesterinsenkers ("Statin") und eine Lebensstiländerung (insbesondere Nikotinstopp!!) auch sehr gute Ergebnisse bringt. 

Bei leichtgradigen Veränderungen sollte vor allen Dingen eine Änderung des Lebensstils (z. B. fettarme Ernährung, Beendigung des Nikotinkonsums, Gewichtsreduktion) im Vordergrund stehen und ggf. je nach Cholesterinwerten die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten erwogen werden.